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Corona-Virus im Landkreis Erding – Sachstand 02.04.2020

02.04.2020 Seit gestern ist die Zahl der bestätigten Covid-19-Fälle im Landkreis Erding von 350 auf 373 Fälle angewachsen; damit liegt die Verdopplungsrate aktuell bei 8 Tagen. Im Klinikum Landkreis Erding liegen derzeit 24 Covid-19-Patienten; 16 werden auf der Isolierstation behandelt, 8 auf der Intensiv-Isolierstation, 7 davon werden beatmet. 2 weitere Landkreisbürger sind inzwischen verstorben. 55 Personen gelten wieder als gesund. Bei den neu hinzu gekommenen Fällen handelt es sich um Personen aus den folgenden Gemeinden:

Krankheitsfälle im Landkreis Erding (Stand 02.04.2020)

- Berglern 2
- Bockhorn 1
- Dorfen 2
- Eitting 1
- Erding 6
- Finsing 3
- Fraunberg 1
- Kirchberg 2
- Langenpreising 1
- Moosinning 1
- Oberding 1
- Ottenhofen 1
- Wartenberg 1

Die Screeningstellen des Landkreises haben mittlerweile über 3.000 Abstriche seit dem Start der ersten Stelle vor 3 Wochen durchgeführt. Auch wenn insbesondere die Zahl der Tests am Wochenende zurückgeht, wird das Angebot unter der Woche weiterhin sehr gut angenommen.

Gestern wurde das Hilfskrankenhaus am Standort Fliegerhorst Erding der Öffentlichkeit vorgestellt, bevor es bis Ende der Woche vollkommen betriebsbereit gemacht wird. Bereits Dienstagabend hat sich der Staatssekretär des Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege Gerhard Eck das Hilfskrankenhaus gemeinsam mit Landrat Martin Bayerstorfer, dem Ärztlichen Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz Dr. Andreas Donhauser sowie dem Örtlichen Einsatzleiter Martin Angermaier angesehen.

Die Fachleute erläuterten dem Staatssekretär, was in Erding geplant ist: Im Bedarfsfall könne der Betrieb gegen Ende der Woche mit einer Kapazität von 160 Betten gestartet werden, schrittweise sei eine Kapazitätssteigerung auf bis zu 1000 Betten möglich. Dabei soll das Hilfskrankenhaus primär dazu dienen, Patienten mit einem minderschweren Verlauf der Covid-19-Krankheit sowie Patienten, die sich auf dem Weg der Besserung befinden, zu behandeln, die aber dennoch einer klinischen Versorgung bedürfen. An jedem Bett wird es möglich sein, den Patienten zur Unterstützung über eine Maske Sauerstoff zu geben; verschlechtert sich der Zustand und benötigt ein Patient eine Intensivbeatmung, wird er ins Krankenhaus verlegt.

Beeindruckt zeigte sich Staatssekretär Eck vor allem von der Geschwindigkeit, mit der der Landkreis Erding hier ein Hilfskrankenhaus eingerichtet hat: am 17. März begann die Führungsgruppe Katastrophenschutz, über die Einrichtung eines Hilfskrankenhauses zu sprechen. Am 25. März wurden die ersten Materialien angeliefert, am 26. März begann der Örtliche Einsatzleiter Martin Angermaier und sein Team mit dem Aufbau. Nur eine Woche später ist es nahezu betriebsbereit. Landrat Martin Bayerstorfer lobte alle Beteiligten für ihr großes Engagement: „Das konnte nur so gut funktionieren, weil wir hier alle an einem Strang ziehen und zusammenarbeiten. Jetzt sind wir vorbereitet für ein Worst-Case-Szenario, das hoffentlich in dieser Form nicht eintreffen wird.“


Zeitleiste
17.03.2020 Erste Lagebesprechung der Führungsgruppe Katastrophenschutz mit externen Kräften: Diskussion um den Aufbau eines Hilfskrankenhauses

18.03.2020: Die Planungen für das Hilfskrankenhaus werden auf eine Kapazität von bis zu 1000 Betten auszurichten

20.03.2020: In Bezug auf die Errichtung eines Unterstützungskrankenhauses befindet sich Landrat Martin Bayerstorfer in Abstimmung mit den übergeordneten Behörden

21.03-25.03.2020: Besichtigung verschiedener Standorte und Festlegung auf Standort Camp Shelterschleife. Zeitgleich Feststellung Material- und Personal bedarf mit entsprechenden Bestellungen

26.03.2020: Durchführung erster vorbereitender Arbeiten sowie Einreichung eines Betriebskonzeptes bei der Regierung von Oberbayern.

27.03-30.03.2020: Fortschritt der Arbeiten mit Anlieferung Sanitärcontainer, nötiger Bettwäsche und Schutzkleidung, Ausbau der Beleuchtungsanlage, Inbetriebnahme der Sauerstoffanlage der Sauerstoffanlage, Personalplanung.

Zahlen Daten und Fakten zum Behelfskrankenhaus
- Bisher wurden die Hallen C5A und C5B umgebaut für eine mögliche Behandlung von 160 Patienten (pro Abteil 4 Betten)
- es wurden ein mobiler Sauerstoffspeicher und eine Umfüllanlage installiert; diese sind bereits betriebsbereit
- insgesamt sind derzeit 39 transportable Sauerstoffbehälter für Patienten vorhanden (der Bestand wird in den nächsten Tagen aufgestockt!) (45 Liter pro Behälter)
- 14000 Liter flüssiger Sauerstoff ist vorhanden
- 1 Liter flüssig O² entspricht 853l gasförmigen O²
- die Sanitäranlagen sind betriebsbereit
- derzeit werden die Schwarz / Weiß Bereiche eingerichtet
- ebenfalls wurde ein Versorgungszelt eingerichtet (mit EDV, Küche, Aufenthaltsbereich)
- dazu wurde eine Lagerhalle eingerichtet
- momentan wird an den Verkehrssicherungsmaßnahmen gearbeitet

Hilfskrankenhaus an der Shelterschleife

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