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Corona-Virus im Landkreis Erding – Sachstand 11.12.2020

11.12.2020 Zu den bestätigten Covid-19-Fällen im Landkreis Erding sind seit gestern 124 neue Fälle hinzugekommen.

Krankheitsfälle im Landkreis Erding (Stand 11.12.2020)

Die Zahl der bestätigten Fälle steigt damit von 3.195 auf 3.319. Die neuen Fälle stammen aus folgenden Städten, Märkten und Gemeinden:

- Berglern 3
- Bockhorn 1
- Dorfen 6
- Erding 27
- Finsing 1
- Fraunberg 3
- Forstern 1
- Hohenpolding 1
- Langenpreising 1
- Lengdorf 2
- Moosinning 3
- Oberding 2
- St. Wolfgang 1
- Taufkirchen 13
- Walpertskirchen 5
- Wartenberg 3
- Wörth 1

Weitere 50 Fälle gehen auf ein Ausbruchsgeschehen in einer Arbeiterunterkunft auf dem Gelände des Flughafens München zurück. Es handelt sich dabei ausschließlich um Leiharbeiter, die nicht aus dem Landkreis Erding stammen. Das Gesundheitsamt Erding übernimmt aufgrund seiner Zuständigkeit für den Flughafen München federführend die Fallbearbeitung.

Vergleichszahlen vom Vortag 10.12.2020

Fallzahlen Inzidenzwert
Deutschland* 1.272.078 156
Bayern* 248.679 188
Landkreis Erding 3.195 327,5

*Quelle:RKI,https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Fallzahlen.html


In den vergangenen 7 Tagen gab es damit im Landkreis Erding auf 100.000 Einwohner nach offiziellen Angaben des RKI 282,24 Fälle (sog. 7-Tage-Inzidenz). Die Zahl der Genesenen steigt um 99 auf 2.599 Personen. Damit gelten derzeit 694 Personen als infiziert (Vortag: 669). Im Klinikum Landkreis Erding werden derzeit 40 Covid-19-Patienten behandelt, sechs davon auf der Intensivstation (davon werden drei beatmet). Am Testzentrum in Erding wurden am gestrigen Donnerstag 300 Personen getestet. Insgesamt wurden bisher 24.978 Tests durchgeführt.

Aufgrund positiver Covid-19- Fälle sind folgende Schulen bzw. Kindertageseinrichtungen von einer Quarantäne betroffen:
- Korbinian-Aigner-Gymnasium 42 Schüler
- Kindergarten St. Franziskus in Erding Quarantäneverlängerung
- Marie-Pettenbeck-Schule in Wartenberg 19 Schüler
- Dr. Herbert Weinberger-Schule 10 Schüler

Insgesamt sind derzeit 29 Klassen, bzw. OGTS- und Kita-Gruppen im Landkreis Erding von Quarantäne betroffen. Nach wie vor zeigt sich, dass sich durch konsequente Umsetzung von Quarantänemaßnahmen Ansteckungen zwischen den SchülerInnen im Bereich der Schulen und Kitas vermeiden lassen und bis auf wenige Ausnahmefälle auch im Landkreis nicht aufgetreten sind.

In einer Asylunterkunft im Stadtbereich Erding ist ein Covid-19 Fall aufgetreten. Die gesamte Unterkunft wurde präventiv unter Quarantäne gestellt.

Im Bereich der Pflegeheime zeichnet sich eine leichte Entspannung ab. Die Zahl der infizierten BewohnerInnen und MitarbeiterInnen ist seit gestern nicht signifikant angestiegen.

Die Führungsgruppe Katastrophenschutz hat heute weitere Maßnahmen diskutiert, die im Fall einer Überschreitung eines Inzidenzwertes von 300 nach der Berechnung durch das rki für den Landkreis Erding eingeführt werden. Dazu zählen unter anderem
- die Schließung von Einzelhandelsgeschäften, die nicht den täglichen Bedarf abdecken
- eine deutliche Beschränkung von öffentlichen Versammlungen.
„Es gilt jetzt mehr denn je, das Ansteigen der Fallzahlen einzudämmen und so schwere Verläufe der Viruserkrankung zu verhindern.“, so Landrat Martin Bayerstorfer. Die finale Entscheidung dazu wird am kommenden Montag getroffen.

Der Ärztliche Leiter Krankenhauskoordinierung, Dr. Rainald Kaube hat für den Zweckverbandsbereich Erding-Freising-Ebersberg die Stufe 3 der Allgemeinverfügung zur Bewältigung erheblicher Patientenzahlen in Krankenhäusern ausgerufen. In allen drei Landkreisen wird daher, wie bereits durch das Klinikum Landkreis Erding kommuniziert, das sogenannte Elektivprogramm, also planbare Operationen, die nicht unbedingt sofort notwendig sind, komplett eingestellt. Dies geschieht, damit weitere Betten für die Versorgung von Notfällen und schweren Covid-Fällen freigehalten werden können.

Mit der Schaffung einer Covid-19-Station durch die Klinik Wartenberg, die ebenfalls auf Anraten von Dr. Kaube aufgebaut wird, stehen nun weitere Betten für die Versorgung von leichten bis mittelschweren Covid-Erkrankten zur Verfügung. „Ich danke Herrn Dr. Kaube und den Verantwortlichen der Klinik Wartenberg, die sich hier sehr kooperativ gezeigt und ihre Unterstützung angeboten haben.“, so der Landrat.

Darüber hinaus wird zwischen den drei Landkreisen im Rettungszweckverband Erding ein Konzept erarbeitet, um Covid-Patienten aus Pflegeeinrichtungen im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt versorgen zu können. Landrat Martin Bayerstorfer wird diesbezüglich mit seinen Amtskollegen in Ebersberg und Freising in Kontakt treten, um eine passgenaue Regelung für alle drei Landkreise in die Wege zu leiten.

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