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Jahrespressekonferenz 2017 - Asiatische Tigermücke in Erding

15.12.2017 Die Asiatische Tigermücke breitet sich durch die sich wandelnden klimatischen Bedingungen weltweit zunehmend aus. Mittlerweile wurde auch innerhalb des Landkreises Erding eine Population dieses Insektes vorgefunden. Obwohl die Asiatische Tigermücke in der Lage ist, Krankheitserreger durch Blutmahlzeiten auf den Menschen zu übertragen besteht für die Erdinger Bevölkerung derzeit keine unmittelbare Gesundheitsgefährdung.

Während der Herbstmonate des vergangenen Jahres wurde zufällig eine Population der Asiatischen Tigermücke auf dem Gelände des Erdinger Friedhofes an der Itzlinger Straße entdeckt. Zeitnah war auch ein Experte vor Ort, der davon ausging, dass diese Mückenpopulation im Verlauf der kalten Wintermonate durch die niedrigen Außentemperaturen ohne menschliches Zutun absterben wird. Diese Annahme war nicht zutreffend, sodass dieses Insekt im Frühjahr 2017 erneut den Erdinger Friedhof an der Itzlinger Straße besiedelte. Hierbei handelte es sich bayernweit um den ersten gesicherten Nachweis einer überwinternden Population. Seit Anfang September 2017 ist nun die Abteilung 5 des Landratsamtes Erding und die Stadtverwaltung Erding fachlich eingebunden, um das sogenannte Monitoring aktiv zu überwachen und spezifische Vorbeugemaßnahmen durchzuführen, um diese Population zuverlässig und sicher zu beseitigen.

In Zusammenarbeit aller Akteure wurde die Landkreisbevölkerung und insbesondere die Friedhofsbesucher vor kurzem über Verhaltensregeln zur Bekämpfung dieser Insektenpopulation informiert, um ein entsprechendes Vorsorgeverhalten (z.B. mechanisches Austrocknen von Vasen) während ihres Friedhofbesuches walten zu lassen. Ergänzend wird das Fachpersonal der Stadtverwaltung Erding weitergehende mechanische Vorsorgemaßnahmen durchführen, damit die bei deutlichen Minusgraden überlebensfähigen Eier der Asiatischen Tigermücke beseitigt werden können. Um eine sichere Abtötung dieser Insektenpopulation zu gewährleisten, sollen im Frühjahr 2018 zusätzlich chemische Vorbeugemaßnahmen durch die Einbringung eines speziellen Pestizids in größere Wasserbehältnisse wie Regentonnen durchgeführt werden. Im Zeitraum zwischen April und Oktober 2018 werden zur Beurteilung des Überwinterungserfolgs eine Ansaug- und drei Passivfallen auf dem Friedhofsgelände aufgestellt. Auf Basis des Auswertungsergebnisses wird im Herbst 2018 entschieden, ob zur Bekämpfung dieses Gesundheitsschädlings weitergehende Maßnahmen eingeleitet werden müssen.

Kategorien: Landkreis, Gesundheitsregion Plus, Jahrespressekonferenz