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Jahrespressekonferenz - ÖPNV

Landkreis Erding

18.12.2020 ÖPNV - Öffentlicher Personen Nahverkehr

Tarifstrukturreform
Zum Fahrplanwechsel am 15.12.2019 wurde auch die Tarifstruktur im MVV modernisiert. Es wurde vieles vereinfacht, so z.B. statt 16 Ringe, 4 Zonen und 3 Räume jetzt nur noch 7 Zonen. Es gibt eine Streifenkarte für alle zwischen 15 und 20 Jahren für 7,70 Euro statt 14 Euro. Die neue IsarCard 65 ist weiterhin übertragbar und es gibt keine Sperrzeit mehr. Sie gilt jetzt ab dem 65. Lebensjahr. Für die alte IsarCard60 im Abo ändert sich nichts (auch die Sperrzeit bleibt bestehen). Auch wurde ein Sozialticket eingeführt. Diese Neuerungen bringen viele Vorteile und auch finanzielle Erleichterungen, gerade für „Vielfahrer“. Um dieses zu ermöglichen, muss der Landkreis Erding, sowie auch alle anderen Landkreise im MVV-Gebiet, jährlich eine Ausgleichsleistung übernehmen. Bedingt durch Corona kam es daneben zu erheblichen Fahrgeldausfällen, da gerade zur Zeit des Lock Downs im Frühjahr kaum Fahrgäste den Regionalbus nutzen. Gerade um aber auch den systemrelevanten Berufsgruppen jederzeit die Beförderung mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu ermöglichen, wurde das volle Fahrplanangebot weiterhin aufrechterhalten. Für das Jahr 2020 hat der Landkreis bislang zwei Raten in Höhe von insgesamt 484.704,84 € bezahlt für die Tarifstrukturreform. Natürlich wirken sich hierbei insbesondere die starken Fahrgastrückgänge durch Corona aus, auch ausbleibende Touristen und ausgefallene Veranstaltungen wie das Oktoberfest etc. Die Spitzabrechnung erfolgt im nächsten Jahr.

365 € Ticket
Zu Beginn des Schuljahres 2020/21 wurde MVV-Verbundweit das 365 € Ticket für Schülerinnen, Schüler und Auszubildende eingeführt. Schülerinnen und Schüler, die Anspruch auf Beförderung im Wege der Schülerbeförderung mit dem Linienbus oder der S-Bahn haben, erhalten dieses Ticket seitens des Landratsamtes Erding kostenfrei. Hierbei kann MVV weit das gesamte Verkehrsangebot genutzt werden.

Fahrplan 2021
Auf der MVV-Regionalbuslinie 505 im Landkreis Erding werden die bisherigen Bedienlücken geschlossen und einige Verbindungen aus der MVV-RufTaxi-Linie 5050 in den regulären Fahrplan der Linie 505 übernommen. Das Angebot der MVV-Regionalbuslinie 562 an Wochenenden und Feiertagen wird ergänzt. Neben wochentäglichen Verdichtungen erhält die Linie 567 ein neues Angebot an Samstagen mit insgesamt sechs Fahrtenpaaren. Die bisherigen Bedarfshalte auf der MVV-Regionalbuslinie 568 werden in festbediente Haltestellen umgewandelt, die telefonische Fahrtanmeldung für diese Haltestellen entfällt damit künftig. Zudem wurde das Verkehrsangebot in bisherigen Bedienlücken verdichtet und die Betriebszeit am Abend verlängert. Den Landkreis Erding sowie die beteiligten Kommunen kosten diese Maßnahmen ca. 380.000 Euro.

Fahrplanänderungen zu Jahresbeginn 2020
Die Linie 501 zwischen Moosburg und Erding erfuhr eine deutliche Ausweitung und verkehrt künftig nahezu im Stundentakt. Entsprechend wurde auch das Angebot der beiden RufTaxi-Linien 5010 und 5020 angepasst und teils erheblich erweitert. Auch der Takt auf der Linie 515 (Erding – Hallbergmoos) wurde verdichtet, um eine bessere Verbindung und damit größere Akzeptanz zu schaffen. Zudem wurde der bisherige Probebetrieb um weitere zwei Jahre (bis Dezember 2021) verlängert. Ebenso wurde auch die MVV-Regionalbuslinie 562 deutlich ausgeweitet. Über den Landkreis München/ Ebersberg hinaus wurde die MVV-Regionalbuslinie 262 bis nach Neufinsing im Landkreis Erding verlängert.

Regionalbuslinie 515
Die Regionalbuslinie 515 (Erding – Hallbergmoos) befindet sich aktuell in einem Vergabeverfahren. Mit dieser Vergabe wird eine nochmalige Stärkung durch einen engeren Takt als auch durch die Anpassung der Fahrzeiten ergeben. Diese Ausweitung der Leistung teilen sich die Große Kreisstadt Erding, die Gemeinde Oberding, der Landkreis Freising und der Landkreis Erding.

Regionalbuslinie 512
In der Vergangenheit erreichten uns vermehrt Beschwerden zur Überfüllung der Regionalbuslinie 512 (Erding – Flughafen). Der landkreiseigene Buskontrolldienst bestätigte die erheblichen Kapazitätsprobleme. Daher wird bereits seit dem 13.01.2020 in den frühen Morgenstunden zwischen 3.50 Uhr und 5.53 Uhr (4 Umläufe) und auf den Nachmittagsfahrten zwischen 15.13 Uhr und 17.13 Uhr (4 Umläufe) ein Gelenkbus eingesetzt.
Schülerinnen und Schüler aus dem Gemeindebereich Fraunberg (Linie 501) und Wartenberg/Berglern (Linie 502) mussten morgens bislang in Langengeisling auf die Linie 512V Richtung Oberding umsteigen. Um einerseits sowohl die Umstiegssituation in Langengeisling zu entzerren, als auch die Regionalbuslinie 501 deutlich zu entlasten, setzt der Verstärkerbus 512 für die Schülerinnen und Schüler aus dem Gemeindebereich Fraunberg zur Realschule Oberding seit Schuljahresbeginn bereits ab Fraunberg ein.

Förderprogramm Fahrerschutz Corona
Um einen reibungslosen und sicheren Regionalbusverkehr den Bürgerinnen und Bürgern des Landkreises Erding anbieten zu können, als auch den Busfahrern den wichtigen Schutz anbieten zu können, hatte sich Herr Landrat Martin Bayerstorfer dazu entschieden den Busunternehmern, welche im Landkreis Erding für den MVV unterwegs sind und die sog. „5er-Linien“ bedienen eine Förderung für Schutzmaßnahmen der Busfahrer zu gewähren. Insgesamt konnten 31 Fahrerschutzrollos mit je 300 Euro gefördert werden.

Corona-Verstärker
Um das Infektionsgeschehen auch in den Schulbussen und den von Schülern stark genutzten MVV-Regionalbuslinien zu minimieren, hat sich der Landkreis Erding dazu entschieden viele Buslinien mit extra Bussen zu verstärken. So wurden die Buslinien 501, 502, 512, 567, 568, 9403 und die Larcher Schulbuslinie sowie die Schulbuslinie zur Realschule Haag mittels extra eingesetzter Busse aufgestockt. Diese Erhöhung ist zunächst bis zum Beginn der Osterferien 2021 vorgesehen. Der Landkreis Erding trägt hierfür zunächst die Kosten in Höhe von ca. 188.000 Euro. Der Freistaat Bayern hat hierfür eine Förderung in Höhe von bis zu 100% in Aussicht gestellt.

Tarifintegration Bahnstrecke Markt Schwaben – Dorfen
Derzeit laufen intensive Planungen und Gespräche, um die Bahnlinie Markt Schwaben – Dorfen in das MVV-Tarifsystem mit aufzunehmen. Landrat Martin Bayerstorfer hat sich persönlich in einem Schreiben an den Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder für die Umsetzung eingesetzt.

Die Umsetzung ist auch das Ziel einer Studie, die seitens des Landratsamtes Erding in Auftrag gegeben wurde. Diese Studie ist notwendig, damit im Landkreis Erding für die MVV-Regionalbusse, die S-Bahn und dann auch für die Bahnlinie Markt Schwaben – Dorfen nur noch ein Ticket erforderlich ist.

Die Möglichkeit dafür ergibt sich daraus, dass die Bahnstrecke Ende 2024 neu ausgeschrieben werden muss. Ziel ist es möglichst noch mehr Pendler zum Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel zu bewegen. Und gerade die Anerkennung des MVV-Tarifs könnte diese für viele Pendler nach München noch lukrativer gestalten.

Alternative Antriebe
Das Thema Umwelt und Klima steht aktuell im Fokus und auch der Landkreis Erding stellt hier die Weichen für die Zukunft. Hierzu wurde der MVV beauftragt, im Rahmen einer Studie die landkreiseigenen Buslinien auf Möglichkeit zur Einführung alternativer Abtriebe zu prüfen, denn nur so kann der Landkreis Erding die langfristige Planung auf umweltfreundliche Antriebe wie z.B. Erdgas, Elektro oder Hybrid-Techniken ausrichten, um auch hier seinen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Das Busunternehmen Scharf OHG, das aktuell die MVV-Stadtbuslinien in der Großen Kreisstadt Erding betreibt, geht bereits Schritt für Schritt in Richtung elektrische Zukunft. Es hat sich derzeit für einige Tage einen mit Akkus betriebenen Linienbus ausgeliehen, um damit erste Erfahrungen und Erkenntnisse sammeln zu können.

Einführung des Landkreispasses
Zum Jahresbeginn 2020 wurde im Landkreis Erding der Landkreispass eingeführt. Der Landkreispass berechtigt zum Erwerb einer vergünstigten Isar Card im Gebiet des MVV (sog. Isar Card S). Für den Bereich „Leistungsempfänger nach dem AsylbLG“ und „Leistungsempfänger nach dem SGB II“ wird der Landkreispass durch den Fachbereich 24 ausgegeben. Bis 09. Dezember 2020 wurden im Laufe des Jahres 396 Landkreispässe an die „Leistungsempfänger nach dem AsylbLG“ und „Leistungsempfänger nach dem SGB II“ ausgegeben.

Pilotprojekt: Der neue eTarif vom MVV
Viele Menschen möchten klimafreundlich mobil sein und die Öffentlichen Verkehrsmittel regelmäßiger nutzen – sich dabei aber keine Gedanken über das jeweils passende Ticket machen. Für diese Menschen ist das Pilotprojekt eTarif des MVV und seiner Partner genau das Richtige. eTarif – das ist die Kurzform für einen elektronischen Tarif. Der Fahrpreis wird dabei auf Basis der Entfernung zwischen Einstiegs- und Ausstiegshaltestelle berechnet. Die Abrechnung erfolgt mittels Check-in/Check-out-Verfahren über das Smartphone.

Ziel des Pilotprojektes ist es, einen optimalen elektronischen Tarif und Vertrieb für die Nutzer/innen im MVV-Raum zu entwickeln. Der Pilot ist daher ausdrücklich als Lernprojekt mit begleitender Marktforschung angelegt. Im Laufe des 24-monatigen Testzeitraumes werden deshalb verschiedene Einflussgrößen des eTarifs verändert, wie etwa Preisparameter oder Bonusmodelle. Aus den Ergebnissen der Marktforschung werden dann weitere Verbesserungen des eTarifs erarbeitet. Als Pilotkundin bzw. Pilotkunde leisten Sie damit einen wichtigen Beitrag zur weiteren Umsetzung des eTarifs im MVV.

Wer den eTarif nutzen möchte, registriert sich einmalig unter www.swipe-ride.de und meldet sich in der kostenlosen FTQ Lab-App (für Android und iOS) an. Um eine Fahrt zu beginnen, müssen die Nutzer/innen vor Fahrtantritt von links nach rechts über den Bildschirm des Smartphones wischen. Nach dem Aussteigen wird einfach zurück von rechts nach links gewischt, um auszuchecken und so das Ende der Fahrt anzuzeigen. Dann bekommen die Nutzer/innen den Preis der Fahrt angezeigt. Die Rechnung wird automatisch über das hinterlegte Zahlungsmittel beglichen.

Kategorien: Landkreis, Landratsamt Erding, ÖPNV, Straßenverkehr